Foto: Free-Photos / Pixabay

von Laura Jörger und Lena Kaul

 

Wie kommen die Löcher in den Käse?

Zu Beginn der Käseherstellung werden der Milch speziell gezüchtete Bakterien hinzugefügt. Diese bilden während der Reifung Kohlenstoffdioxid (CO2). Das Gas sammelt sich in unterschiedlich großen Hohlräumen. In einer Studie aus dem Jahr 2015 fanden Schweizer Forscher heraus, dass kleine Heupartikel dabei als Ansatzpunkt für das CO2 dienen. Dabei dringt das Gas in die winzigen Röhrchen (Kapillaren) der Heupartikel ein und lässt so die typischen Löcher im Käse entstehen.
Wie gleichmäßig die Löcher werden, hängt davon ab, wie regelmäßig der Käsebruch (= mit Lab und Bakterien eingedickte Milch) im vorherigen Produktionsschritt war. Damit sich nicht oben ein großes Loch bildet, müssen die Laibe übrigens jeden Tag gewendet werden.

Wer hat eigentlich die Zahnseide erfunden?

Die Erfindung der Zahnseide in ihrer heutigen Form wird auf das Jahr 1819 datiert. Der amerikanische Zahnarzt Levi Spear Parmly empfahl seinen Patienten schon damals die Reinigung der Zahnzwischenräume mithilfe eines Seidengarns, um Zahnkrankheiten vorzubeugen. Das Patent auf Zahnseide erwarb die Firma Johnson&Johnson im Jahr 1898. Der nachhaltige Erfolg des Produkts ließ jedoch auf sich warten – erst die Weiterentwicklung der Zahnseide und der Materialwechsel von Seide zum elastischeren Nylon nach dem Zweiten Weltkrieg verhalf dem Hygieneprodukt zum Durchbruch.

Schmalstes Haus Deutschlands

Das angeblich schmalste Wohnhaus Deutschlands steht in Kiel. Mit einer Breite von 4,50 Meter an der Vorderfront und 0,80 Meter an der Hinterfront hat sich der Architekt Björn Siemsen ein Heim der besonderen Art geschaffen. Das Haus in Form eines Tortenstücks erstreckt sich über sechs Etagen und hat eine Gesamtfläche von rund 100 Quadratmetern.

Vom tödlichen Zwischenraum zur historischen Gedenkstätte – Fakten zur Berliner Mauer

28 Jahre trennte sie Ost- und Westdeutschland. Vor 30 Jahren ist sie gefallen – die Berliner Mauer mit ihrer Gesamtlänge von 156 Kilometern. Das entspricht exakt der Autobahnstrecke zwischen Karlsruhe und Ulm. Heute befindet sich an ihrer Stelle der Berliner Mauerweg. An einigen Orten steht sie hier sogar noch im Original, z. B. an der East-Side-Gallery, am Checkpoint Charlie oder im Mauerpark. In der Zeit zwischen 1961 und 1989 gelang über 5000 Menschen die Flucht über die Mauer. Jedoch verloren auch viele im Todesstreifen zwischen Ost und West ihr Leben.

Auch Präsidenten haben ihre Fehler

George Washington hat 1789 zwei Bücher aus einer New Yorker Bibliothek entliehen und nie zurückgegeben. Die fälligen Gebühren belaufen sich mittlerweile auf 300 000 Dollar.

Seekranke Fische

Fische können seekrank werden. Seekrankheit entsteht, wenn sich die Eindrücke der Sinnesorgane widersprechen: Das Gleichgewichtsorgan, das für die Orientierung im Raum verantwortlich ist, sagt etwas anderes als die Augen. Auch Fische besitzen ein Gleichgewichtsorgan und können seekrank werden, wenn sie z. B. in einen Strudel geraten oder beim Transport von Aquarium zu Aquarium. Dann beginnen sich zu drehen, versuchen ihre Lage durch verschiedene Bewegungen wieder zu kontrollieren und zeigen mitunter sogar ähnliche Symptome wie wir Menschen: Auch Fische können sich erbrechen.

Deutsche Sprache – lange Sprache

Die deutsche Sprache birgt vor allem für Nicht-Muttersprachler viele Schwierigkeiten. Unter anderem tragen dazu die vielen komplizierten Begriffe des deutschen Wortschatzes bei. Das längste im Duden verzeichnete Wort ist Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung (36 Buchstaben). Platz Zwei und Drei belegen die Begriffe Donau-Dampfschifffahrtsgesellschaft (34 Buchstaben) und Rhein-Main-Donau-Großschifffahrtsweg (33 Buchstaben).

Alles will geregelt sein

In der Konfitürenverordnung (KonfV) von 2003 wird die EU-Richtlinie über Konfitüren, Gelees, Marmeladen und Maronencreme in deutsches Recht umgesetzt. Beispielsweise wird Marmelade dort als „streichfähige Zubereitung aus Wasser, Zuckerarten und einem oder mehreren der nachstehenden, aus Zitrusfrüchten hergestellten Erzeugnisse: […] Fruchtmark, Saft, Schale definiert.
Die für die Herstellung von 1 000 g Enderzeugnis verwendete Menge Zitrusfrüchte beträgt mindestens 200 g […].“

Sportliche Schnecke

Die Meeresschnecke Bufonaria borisbeckeri ist nach dem ehemaligen deutschen Tennisspieler Boris Becker benannt. Der deutsche Biologe Manfred Parth entdeckte in den 1990er Jahren die bis dahin unbekannte Art und durfte ihr deshalb einen Namen geben. In seiner Publikation schrieb er 1996: „Ich widme die neue Art Boris Becker, dem meines Erachtens größten deutschen Einzelsportler aller Zeiten.“

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